CO2-Steuer

Intro

  • 1990: Finnland, Polen
  • 1991: Norwegen, Schweden
  • 1992: DĂ€nemark
  • 1996: Slowenien
  • 2000: Estland
  • 2004: Lettland
  • 2008: Liechtenstein, Schweiz
  • 2010: Island, Irland
  • 2014: UK, Frankreich
  • 2015: Portugal

Was wird hier in Deutschland als unlösbar, unfair und asozial verteufelt? Richtig, die CO2-Steuer.

  • Welche LĂ€nder haben bereits eine CO2 Steuer https://twitter.com/solarpapst/status/1127579203233361927

Kurz

  • Was ist eigentlich CO2? (12/36 Kohlenstoff/Sauerstoff)
  • KlimaschĂ€dlich
  • Freigesetzt bei Verbrennung von kohlenstoffhaltigem Material

  • Wenn wir die Einnahmen aus der Steuer wieder zur Umverteilung nutzen, fĂŒhrt sie dann zu einer realen Reduktion?
  • Unterschied zum Zertifikatshandel
    • EU weit
    • Kein sozialer Ausgleich
    • Wo wir die Klimaziele verfehlen gilt der Emissionshandel nicht

CO2-Zertifikate:

https://www.zeit.de/wirtschaft/2019-05/klimaschutz-co2-preis-klimasteuer-umweltpolitik?wt_zmc=sm.ext.zonaudev.twitter.ref.zeitde.share.link.x

In der Theorie hat der Emissionshandel einen weiteren bestechenden Vorteil: Weil er ĂŒber eine fixe Obergrenze funktioniert, kann man durch ihn die Klimaziele ziemlich genau erreichen – vorausgesetzt, er erfasst wirklich alle Emissionen.

Preis

Im August 2018 stieg der Wert eines CO2-Zertifikats zum ersten Mal seit der EinfĂŒhrung im Jahr 2005 auf einen Wert von mehr als 20 Euro. Das entspricht laut OECD zwar immer noch nicht den tatsĂ€chlichen Kosten der Emissionen, die irgendwo zwischen 30 und 100 Euro liegen sollen, aber es ist ein großer Schritt. https://edison.handelsblatt.com/erklaeren/emissionshandel-deshalb-ist-der-co2-preis-so-hoch/23098080.html

https://www.finanzen.net/rohstoffe/co2-emissionsrechte/chart

Wir wĂŒrdne schon gerne mehr zahlen: http://www.rwe.com/web/cms/de/2751286/rwe/presse-news/co2-zertifikate-handel-im-wandel/

Fond sammelt ĂŒberschĂŒssige Zertifikate Gibt sie spĂ€ter aber wieder ab Experten befĂŒrchten, dass die Preise wieder sinken, weil der Preis eventuell durch spekulanten hochgetrieben wird. Oder die Politik eingreift, da ein Preis von 45-55 Euro zB die Braun- und Steinkohleindustrie unwirtschaftlich machen wĂŒrde.

https://www.welt.de/wirtschaft/article192705281/CO2-Zertifikate-Verknappung-stellt-Ueberleben-der-Stahlindustrie-infrage.html

Die Stahlindustrie schlÀgt bereits Alarm

https://www.dehst.de/SharedDocs/downloads/DE/publikationen/Broschuere_EH-in-Zahlen.pdf?__blob=publicationFile&v=1

Probleme

  • sinkt die Nachfrage werden Zertifikate billiger
  • Der Anreiz CO2 weiter zu senken sinkt.
  • Verkehr und Landwirtschaft sind ausgenommen (lol)
  • Es gab kostenfreie Zertifikate
  • Der Gewinn fĂŒr die Zertifikate bleibt in der Industrie, wenn man diese hĂ€lt/spekuliert

CO2 Steuer

  • Bestehende Steuerbelastungen fĂŒr Energie
    • Stromsteuer
    • EEG Umlage
    • Ökosteuer auf Kraftstoffe
  • auch wenn man das Geld wieder 1:1 zurĂŒckbekommt und man dem Durchschnittsverbraucher entspricht verbessert die Abgabe das Preis/LeistungsverhĂ€ltnis fĂŒr effiziente Produkte
  • Durch SteuerelastizitĂ€t tragen nicht nur die Konsumenten die Kosten, es werden aber nur an Konsumenten Gelder zurĂŒckgegeben
  • Die Steuer reguliert sich selbst, da wenn sie wirksam ist, der Durschnitt sich senkt und der Preis von CO2 nicht wie bei den Zertifikaten dann gĂŒnstiger wird.
  • Steuer muss mindestens auf realpreis von CO2 ansteigen (z.B. was es kosten wĂŒrde per Carbon capture and storage das CO2 aus der Luft zu ziehen)

Dezentrale Emissionsquellen, zum Beispiel Methanemissionen aus der Landwirtschaft, können schwer zu erfassen sein und zu hohen administrativen Kosten fĂŒhren — https://de.wikipedia.org/wiki/CO2-Steuer Die ökonomisch optimale Höhe wĂ€ren genau die Kosten, die die Emission einer zusĂ€tzlichen Tonne CO2 global verursacht, die sogenannten sozialen Kosten der CO2-Emissionen (Social Cost of Carbon).

Diese sind in der Praxis jedoch nicht annÀhernd bekannt; SchÀtzungen liegen im Mittel bei 196 US$ mit einer erheblichen Streuung (die Standardabweichung liegt bei 322 US$).

Zu den unbekannten Faktoren zÀhlen:

  • Inflation, die die Netto-Höhe der Steuer verringert,
  • die PreiselastizitĂ€t der Marktteilnehmer, also das Ausmaß, in dem sie auf eine bestimmte PreisĂ€nderung reagieren,
  • Innovationen, die eine weniger emissionsintensive Produktion ermöglichen, oder auch
  • die EinfĂŒhrung neuer Produkte in den Markt, die neue, nicht vorhergesehene Belastungen auslösen.

Daher sehen einige Staaten in der Praxis eine Anpassung der Steuerhöhe vor. So haben die skandinavischen LÀnder die Höhe ihrer Steuer an die Inflation gekoppelt.

  • https://www.haz.de/Nachrichten/Politik/Deutschland-Welt/Fridays-for-Future-fordert-CO2-Steuer-So-viel-wuerde-sie-uns-kosten
  • https://www.zeit.de/zeit-wissen/2018/02/grossbritannien-kohleausstieg-energie-co2

Strom

Diese Steuern und Abgaben zahlen Sie auf Ihren Stromverbrauch (Stand: 2015; Anteil in Prozent zum Gesamtpreis): Stromsteuer (Ökosteuer): 7 Prozent Umsatzsteuer: 16 Prozent EEG-Umlage: 21,2 Prozent Konzessionsabgabe: 5,6 Prozent KWK-Umlage: 0,9 Prozent Umlage nach §19 StromNEV: 0,8 Prozent Offshore-Haftungsumlage: 0,9 Prozent Umlage fĂŒr abschaltbare Lasten (abLa): 0,02 Prozent

https://energiemarie.de/energiepreis/strompreis/zusammensetzung/steuern

Outro

Wer ist Schuld daran dass wir noch immrt nichts geschafft haben? https://www.youtube.com/watch?v=4Y1lZQsyuSQ

https://twitter.com/timbuchwaldt/status/1131274768236318723

Er hob hervor, die CDU setze beim Klimaschutz auf „marktwirtschaftliche Instrumente“. JA DANN SORG DOCH DAFÜR DASS DER MARKT NEN FAIREN PREIS AN DIE GESELLSCHAFT BEZAHLT DU UTOPISCHER HECKENPENNER.

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